von Dipl.Biol. Severine Werner
Am 27. Mai 2010 jährt sich zum hundertsten Mal der Todestag des berühmten Mediziners Robert Koch. Er legte wichtige Grundsteine für die moderne Bakteriologie (http://www.bakteriologieatlas.de/) und erhielt dafür 1905 den Nobelpreis für Medizin.
Nach seiner Medizinischen Laufbahn konnte Robert Koch sich in seiner Freizeit ganz der biologischen Forschung widmen und entdeckte 1876 den Erreger des Milzbrandes – Das sporenbildende Bakterium Bacillus anthracis – und erklärte dadurch die bis dahin unverstandene Infektionskette (http://www.dgi-net.de/) der weit verbreiteten und auf den Menschen übertragbaren Viehseuche.
Seinen wohl größten Erfolg hatte Koch 1882, als er den Nachweis für die Volksseuche Tuberkulose erbrachte, an der zu dieser Zeit etwa jeder siebte Deutsche starb – Das Bakterium Mycobacterium tuberculosis. Daraufhin wurde Koch 1885 Professor für Hygiene an der Humboldt-Universität in Berlin (http://www.hu-berlin.de/).
Er reiste um die ganze Welt und untersuchte unter anderem Tropenkrankheiten wie Cholera (Vibrio cholerae), Pest (Yersinia pestis) und Malaria (Plasmodium spec.). Seine Reisen durch die Infektionsherde der Welt überstand Koch, ohne je selbst zu erkranken. Zum Verhängnis wurde ihm im April 1910 ein Herzinfarkt. Seine Urne wurde nach Berlin ins Institut für Infektionskrankheiten gebracht. Zwei Jahre nach seinem Tod wurde das Institut in Robert-Koch-Institut (http://www.rki.de/) unbenannt.










